Meine Schwerpunkte

  • Ängste und Angststörungen
  • Prüfungsangst
  • Schulangst
  • Soziale Ängste
  • Panikattacken
  • Schulangst
  • Depression
  •  Motivationslosigkeit
  •  Selbstwertprobleme 
  • Elterncoaching
  •  Ausbildungsberatung
  •  Klinisch-psychologische Diagnostik
  •  Psychosomatische Beschwerden

Ängste und Angststörungen

Angst ist wie Traurigkeit, Wut und Freude, ein Gefühl, dass jeder Mensch kennt. Angst zu haben ist vollkommen natürlich. Das Gefühl gilt als Warnsignal und soll uns Bedrohungen signalisieren und uns vor der Gefahr zu schützen. Es schärft unsere Sinne und bringt uns dazu rasche Reaktionen zum Schutz auszuführen.

Angst kann uns auch zu höheren Leistungen (z.B. in Schule und Sport) anspornen.

Wenn die Angst zu stark wird und uns in unserem alltäglichen Leben sehr beeinträchtigt wird sie zu einer Angststörung, die zu sehr großem Leiden führen kann.

Es gibt verschiedene Formen von Angst:

Prüfungsangst

Du hast Angst vor Prüfungen? Du kannst in der Nacht vor der Prüfung nicht schlafen? Bist sehr nervös und kannst keinen klaren Gedanken mehr fassen? Während der Prüfungssituation hast du ein BlackOut und der gesamte Lerninhalt ist einfach weg? Ebenso reagiert dein Körper und er zeigt Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Kopfweh oder Bauchschmerzen?

Unter Prüfungsangst versteht man eine anhaltende und deutlich spürbare Angst während der Zeit der Prüfungsvorbereitung und/oder in der Prüfungssituation, die sehr stark ausgeprägt ist, und die Leistung, die für ein positives Ergebnis notwendig ist, mindert.

Prüfungsangst ist eine normale Reaktion auf Stresssituationen, und viele Jugendliche erleben sie. Mit guten Lernstrategien, Entspannungstechniken und einem positiven Mindset kannst du lernen, besser mit dieser Angst umzugehen. Falls die Prüfungsangst sehr stark wird und dich stark belastet, könnte es auch hilfreich sein, mit einem Schulpsychologen oder einer anderen Vertrauensperson zu sprechen.

Wie äußert sich Prüfungsangst?

  • Körperliche Symptome: Herzklopfen, Schwitzen, Zittern oder Magenprobleme.
  • Psychische Symptome: Grübeln, negative Gedanken, Konzentrationsschwierigkeiten oder das Gefühl, überfordert zu sein.

Schulangst

Die alltägliche Schulsituation kann mit großer Angst besetzt sein.

Es kann die Angst davor sein, die geforderten Leistungen nicht zu erbringen oder aber auch die Erwartungen der Lehrer:innen, der anderen Schüler:innen oder auch der Eltern nicht zu erfüllen. Der Schulbesuch kann dann auch mit körperlichen Beschwerden einhergehen, wie Kopfweh, Bauchschmerzen, Erbrechen usw. Ein Schulbesuch wird dann von Zeit zu Zeit immer seltener.

Schulangst bezeichnet eine starke, oft anhaltende Angst, die Jugendliche in Bezug auf die Schule empfinden. Sie geht über die normale Nervosität hinaus und kann körperlich, emotional und sozial sehr belastend sein.

Schulangst bedeutet, dass ein junger Mensch große Sorge oder Panik empfindet, wenn er/sie an die Schule denkt, dort hingehen oder bleiben soll. Diese Angst kann sich auf bestimmte Situationen (z.B. Prüfungen, Lehrer, Mitschüler) beziehen oder auf die Schule insgesamt. Oft kann die Ursache auch nicht benannt werden.

Mögliche Gedanken und Gefühle können sein „ich schaffe das nicht“, „alle starren mich an“, ich mache mich lächerlich“ und/oder „etwas Schlimmer passiert, wenn ich hingehe.

Mögliche körperliche Anzeichen sind Bauchschmerzen oder Übelkeit am Morgen, Herzklopfen oder Schwindel, Zittern oder Schwitzen, Schlafprobleme.

Soziale Ängste

Soziale Ängste bedeuten, dass jemand extreme Nervosität oder Panik verspürt, wenn er/sie mit anderen Menschen zu tun hat – besonders in Situationen, in den man beobachet oder bewertet werden können. Diese Angst ist stärker als normale Schüchternheit und kann dazu führen, dass man soziale Situationen ganz vermeidet.

Typische Gedanken sind z.B. „alle merken, dass ich nervös bin“, ich sage bestimmt etwas Dummes“, „die anderen finden mich komisch oder peinlich“.

Körperliche Reaktionen sind meist Erröten, Zittern oder Schwitzen, Herzklopfen oder Atemnot, Magenprobleme oder Schwindel, Blackoiut – man weiß plötzlich nicht mehr was man sagen wollte.

Panikattacken

Eine Panikattacke ist ein plötzlicher Ansturm von Angst oder Panik, der ganz ohne erkennbaren Grund auftreten kann. Der Körper schaltet dabei auf Alarmmodus, als wäre man in echter Gefahr – obwohl objektiv nichts Bedrohliches passiert.

Eine Panikattacke erreicht ihren Höhepunkt meist nach 5-10 Minuten und klingt dann meist wieder ab. Auch wenn sie sich extrem bedrohlich anfühlt, ist sie nicht lebensgefährlich.

Typische Gedanken während einer Panikattacke können sein „ich kriege keine Luft“, „ich falle gleich um“, „ich verliere die Kontrolle, „ich sterbe“.

Es kommt zu einem plötzlichen Anstieg von intensiver Angst. Sie erreicht in wenigen Minuten ihren Höhepunkt und es treten Symptome auf wie Herzrasen, Schweißausbruch, Zittern und Mundtrockenheit. Es können aber auch andere Symptome auftreten, etwa Atemnot, Schmerzen in der Brust, Übelkeit, Bauchweh oder Schwindel.

Es gibt Panikattacken, die in bestimmten Situationen auftreten, aber auch Panikattacken die aus heiterem Himmel auftreten, in einer entspannten Situation, oder auch sogar im Schlaf.

Es kommt zu sozialem Rückzug, möchte nicht mehr in die Schule gehen oder reagiert vermehrt aggressiv.

Depression

Ärger mit den Eltern, schlechte Noten in der Schule, Verlust von Freundschaften, Unzufriedenheit mit sich und dem eigenen Körper, erster Liebeskummer usw. Probleme und schwierige Situationen können die Stimmung verdüstern. Das ist ganz normal. Aber Depressionen sind mehr, als nur „nicht gut drauf zu sein“ oder „einen schlechten Tag zu haben“.

Typische Anzeichen einer Depression:

Du fühlst dich oft traurig, leer oder hoffnungslos.

Du hast keine Energie und bist ständig müde.

Dinge, die du früher geliebt hast, machen dir keine Freude mehr.

Du schläfst schlecht oder viel zu viel.

Du fühlst dich wertlos oder machst dir viele Selbstvorwürfe.

Du kannst dich schlecht konzentrieren.

Du hast vielleicht Gedanken an den Tod oder Selbstverletzung.

Warum passiert das?
Es gibt viele Gründe, warum jemand depressiv werden kann. Dazu gehören:

Stress in der Schule oder Familie

Mobbing oder soziale Ausgrenzung

Hormonelle Veränderungen in der Pubertät

Eine familiäre Veranlagung für Depressionen

Was kann man tun?
Das Wichtigste ist, dass du nicht alleine damit bleibst. Sprich mit jemandem, dem du vertraust – z. B. deinen Eltern, einem Lehrer oder einer guten Freundin. Es gibt auch professionelle Hilfe, wie Therapeuten oder Beratungsstellen, die dich unterstützen können.

Depression ist behandelbar, und du kannst dich wieder besser fühlen!

Geringes Selbstwertgefühl

Mangelndes Selbstwertgefühl hat einen erheblichen Einfluss auf unser Leben und Wohlbefinden. Wenn man sich wertlos, nicht gut genug oder unwürdig für Liebe und Respekt fühlt, beeinflusst dies alle Aspekte unseres Lebens.

Auf sozialer Ebene kann ein geringes Selbstwertgefühl zu Ängsten vor dem Sprechen in der Klasse, Angst vor Präsentationen und dem Gefühl der Einsamkeit führen. Wir neigen dazu, in Beziehungen anderen zu gefallen und haben sehr oft Schwierigkeiten, Nein zu sagen. Dadurch vergisst man die eigenen Bedürfnisse und priorisiert die Wünsche und Bedürfnisse anderer über seine eigenen.

Auf persönlicher Ebene kann ein geringes Selbstwertgefühl dazu führen, dass es uns sehr schwer fällt, Lob und Anerkennung anzunehmen. Es entstehen Zweifel an den eigenen Fähigkeiten und hat eine negative Selbstwahrnehmung. Das Selbstwertgefühl beeinflusst auch die Fähigkeit, Selbstliebe zu zeigen und gesunde Grenzen zu setzen.

Ein geringes Selbstwertgefühl kann sich auch in körperlichen Symptomen wie Ängsten, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Bauchschmerzen äußern.

Auch Vergleiche können das Selbstwertgefühl beeinträchtigen. Man vergleicht sich ständig mit anderen, denn man will Gleichaltrigen in nichts nachstehen.

Diese Vergleiche sind jedoch oft nicht rational und ergeben keinen Sinn. Denn jeder Mensch ist anders und hat unterschiedliche Fähigkeiten.

Stressbewältigung

Stress kann uns ängstlicher und unsicherer machen. Das subjektive Wohlbefinden ist geringer. Im Alltag  muss sich jeder von uns mit Leistungssituationen, vielen Terminen, einem großen Freizeitangebot, einer Medienflut und einem riesigen Konsumangebot auseinandersetzen.

Unter Stress können auch körperliche Beschwerden auftreten:  Kopf- und Bauchschmerzen, Schlafprobleme, Müdigkeit, Herzklopfen, Händezittern, Schwindel, Appetitlosigkeit oder Übelkeit.

Wenn Stress über längere Zeit anhält und den Alltag stark beeinträchtigt, kann professionelle Unterstützung hilfreich sein.

Elterncoaching

Viele Eltern fühlen sich hilflos, überfordert oder unsicher, wenn ihr Kind unter Ängsten, Depressionen, sozialem Rückzug oder Panikattacken leidet. Elterncoaching soll dabei unterstützen wieder handlungsfähig zu werden – mit Klarheit, Verständnis und konkreten Strategien.

Das Elterncoaching unterstützt darin, Ihr Kind besser zu verstehen, angemessen zu reagieren, Grenzen und Nähe in Balance zu halten und sich selbst nicht zu verlieren.

Es geht nicht darum Schuld zu suchen, sondern gemeinsam Wege zu finden, die Familie zu entlasten.

Ausbildungsberatung

Du bist orientierungslos und weißt noch nicht welche Ausbildung, Beruf, Lehre oder Schule für dich das Richtige ist? Eventuell ist die Ausbildung/Schule/Lehre nicht das richtige und du möchtest gerne etwas anderes machen? Ich kann dich in der Orientierungsphase unterstützen und dich über geeignete Unterstützungsangebote informieren.

Klinisch psychologische Diagnostik

Psychosomatische Beschwerden

Vielleicht kennst du das:

Bauchschmerzen vor einer Prüfung, Kopfschmerzen nach einem Streit, Herzklopfen ohne ersichtlichem Grund.

Das ist nichts Ungewöhnliches – und vor allem: Du bildest dir das nicht ein.

Was bedeutet psychosomatisch:

Psyche = Gedanken und Gefühle

Soma = Körper

Psychosomatische Beschwerden sind körperliche Symptome, für die keine ausreichende organische Ursache gefunden wird oder bei denen psychische Faktoren maßgeblich zur Entstehung, Aufrechterhaltung oder Verschlimmerung beitragen.

Der Körper reagiert auf etwas, das dich innerlich beschäftigt.

Häufige Symptome:

Kopf- und Schmerzsymptome:

  • Spannungskopfschmerzen
  • Migräne
  • Rückenschmerzen
  • Diffuse Gliederschmerzen

Magen-Darm-Beschwerden

  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Durchfall und Verstopfung
  • Reizdarmsymptomatik

Jerz-Kreislauf-Symptome

  • Herzklopfen
  • Schwindel
  • Brustenge
  • Funktionelle Atembeschwerden

Allgemeinsymptome

  • Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Appetitveränderungen

Oft zeigen ärztliche Untersuchungen keinen klaren körperlichen Befund – trotzdem sind die Beschwerden real. Eine klinisch-psychologische Beratung kann eine Unterstützung sein.